Leipzig…und des Pudels Kern.

Posted on August 3rd, 2009 by Chlorine.
Categories: Stadt Land Fluss.

Wieder einmal tagesverreist werfen wir nach einigen Routenplan-Streitigkeiten den Anker im wunderbaren Leipzig, das ich die letzten Male immer nur im Winter zu Gesicht bekommen hatte.

Gern hätte ich euch hier Innenansichten des Asisi-Panometers, einem ehemaligen Gasometer, das Ort für die Ausstellung “Amazonien” und das darin befindliche 360° Panorama zum Thema ist, kredenzt, doch wie so oft herrscht drinnen Kameraverbot.

Das 106 Meter lange und 30 Meter hohe Panorama war mithilfe tages-/nachtzyklischer Lichtinstallation und musikalischer Begleitung wirklich beeindruckend und so hatten wir es nicht eilig, den Ort des Geschehens zu verlassen, sondern verbrachten mehrere “Tage” im Inneren des brasilianischen Regenwaldes.

Hier eine durch Glas fotografierte Sicht in den benachbarten Bau des Panometers:

Des kulturellen Inputs noch nicht müde, ging es weiter zum Völkerschlachtdenkmal:

Dieses stark verkleinerte, aber ungeschnittene (!) Foto einer freundlichen Touristin zeigt mich und meine Begleitung oder besser 3 Beine, 2 Arme und keinen Kopf von uns. Ich werde mir in Zukunft auch kein fotografisches Bein mehr ausreißen, sollte ich mal wieder gefragt werden, ob ich “vielleicht so nett sein könnte…”.

Schnell wird uns klar, weshalb der Besuch des größten Denkmals Europas nicht zum Standardrepertoire vergangener Schulklassenfahrten gehörte. Der Aufstieg ist weder für Kindergruppen, stark übergewichtige Menschen oder Senioren geeignet. Erstere fallen die Treppen entweder hoch oder herunter und gehen verloren, Zweitere bleiben zwischen den engen Wänden stecken und Letzteren…kann schlichtweg alles widerfahren.

Die anschließende Aussicht entschädigt für so manche Panikattacke…

Sogar in 91 Metern Höhe wird auf die strikte Einhaltung von Verkehrsregeln Wert gelegt. Wer hier bei Rot geht, gilt als tollkühner Held und darf in seinem Lebenslauf getrost damit prahlen.

Wieder unten angekommen und ausgiebig in der Waagerechten erholt, schlurfen wir mit dicken Füßen in die Altstadt. Vorbei an Häuserwänden wie dieser…

…beschließen wir zwei Geschäfte und einen Sonnenbrand später, den geordneten Rückzug anzutreten.

Zuvor jedoch hängen wir die Schuhe zum Auslüften raus und holen sie einfach beim nächsten Mal wieder ab…

Bis jetzt liegen 6 exquisite Kommentare vor...

Muriel

Comment on August 3rd, 2009.

Zu dem kopflosen Foto: Ich frage mich ja immer, wie diese Leute das machen. Wie schwer kann es denn sein, auf einen Bildschirm zu gucken und zur richtigen Zeit auf einen Knopf zu drücken?
Was machen die denn beruflich?

steven

Comment on August 3rd, 2009.

Leipzig ist doch einfach herrlich und erfrischend. Aber das gemeine an der tollen Aussicht ist doch, dass man sieht was man alles noch nicht gesehen hat. :-)

Chlorine

Comment on August 4th, 2009.

@Muriel:
Wie recht du hast. Selbst laufen sie mit Kamera am Handgelenk umher, aber für fremde Menschen scheinen die rudimentärsten Dinge zum Scheitern verurteilt. Beruflich fällt mir da eigentlich nur noch eins ein: Tierfutter im Zoo.

@steven:
Ganz recht! Etwas, dass ich unbedingt noch erleben möchte, bevor der Herr mit der Sense klingelt, ist, den Horizont zu berühren. ;)

Lisl

Comment on August 9th, 2009.

Na Mensch, dass muss ja ein supi-toller Ausflug gewesen sein, hätteste mich ja auch mal mitnehmen können…aber vielleicht bekomm ich zum Trost ja auch das ein oder andere Foto…;)
Ein paar schön kitschige hab ich ja noch vermisst…
Und bei der freundlich-unbeholfenen Touristin hat halt die Sonne beim Fotografieren gaaanz doll geblendet, da muss man doch auch mal Verständnis haben!

Chlorine

Comment on August 10th, 2009.

@Lisl:
Kitschige Fotos…sind schon mal ÜBERHAUPT NICHT entstanden. ;) Das mit den Fotos ist bisher nicht in die Tat umgesetzt worden, da du es mir nicht gerade leicht machst mit der Übergabe. Ich schlafe noch mal drüber, welcher der beste Weg ist. Und ja, ich hätte es auch sehr begrüßt, wenn du mitgekommen wärst. Zu schade… :)

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Pingback on Mai 17th, 2010.

[...] nach Leipzig. Den Weg zum Asisi-Panometer (kein Déjà-vu, kein Fehler in der Matrix, sondern Besuch Nr. 2) hatten offenbar viele im Sinn und so kamen wir nach einer kleinen Auseinandersetzung mit einem [...]

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