Ich sehe was, was Bart nicht sieht…

Posted on Oktober 1st, 2008 by Chlorine.
Categories: Uni(formes), Zugespieltes.

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Und das sind:

  • gefühlte Tausend Erstis, die hibbelig und zappelphillippig (mal laut vor euch her sagen!) im Imma-Amt Schlange stehen und noch nicht einmal ansatzweise ahnen, dass sie von potentiell 4 Jahren Studium ein halbes mit stehen und warten zubringen werden. Wenn du dort eins lernst, dann warten. Die Uni macht aus verweichlichten “45 Minuten Schulbankdrückern” stahlharte “90 Minuten und gerne noch länger wenn da nicht diese dummen Suchtdruckerscheinungen wären”-Recken.
  • 23 Studis, die noch weit vor Öffnung des Prüfungsamtes vor der Tür stehen/sitzen/lümmeln und wenn es ernst wird einander trotz genauer Musterung ihrer Mitstreiter und Registrierung der individuellen Reihenfolge gnadenlos bescheißen.
  • hier und da mal bekannte Gesichter, die schon früher Abneigung erzeugten, Entzücken auslösten oder einfach nur unglaublich egal waren, sind und immer sein werden.
  • Leute, denen ich geschickt versuche auszuweichen, da mir diese Schwanzvergleiche (”Was machst du gerade, wo stehst du, in welchem Semester?”) schon immer tierisch auf die Ketten gingen. Egal, ob ich nun den Längeren hatte oder nicht.
  • Flure, in denen ich mich noch heute verlaufe, weil sich immer mal wieder logische Denkfehler einnisten; und ich dann wieder aussehe und planlos umher irre, wie vor x Jahren als Ersti, als das alles seinen Anfang hatte.
  • einst lebendige Erfahrungen, die allmählich zu Erinnerungen werden…

Und was macht der gemeine Schwede, wenn er seinen Abschluss in der Tasche hat? Na klar, er post mit überdimensionalen Eistüten vor paparazzoiden Touris. Das ist wie erster Schultag - nur eben viel (bitter)süßer.2

  1. Ein Stück aus meiner Kleiderkist… äh meinem begehbaren Kleiderschrank []
  2. Besten Dank an Karkar! []

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“Ankommen im Alltag”

Posted on September 23rd, 2008 by Chlorine.
Categories: Uni(formes).

…bemerkte vor einigen Monaten ein weiser Mann und beschrieb damit ein Vorhaben, dass ich ab dem heutigen Tage inzwischen ein drittes Mal in Angriff nehme. Es bleiben so entsetzlich viele Dinge auf der Strecke, wenn man sich (im besten Fall) mit seiner ganzen Energie über einen längeren Zeitpunkt hauptsächlich einer Aktivität widmet, die von so großer Bedeutung für das zukünftige Leben ist.

Vor allem, wenn es sich um die Rettung der Welt handelt. So zumindest fühlte es sich bei mir an. Manch einer wird es wohl erst übers Blog erfahren, andere (die mein Gewäsch schon lange nicht mehr ertragen können) vielleicht erst Silvester. Der intime Kern durfte sich schon heute vor Freude die Augen reiben und nicht anders erging es mir.

Und als wäre das noch nicht genug, kroch ich heute erwartungsfroh in meinen pitschnassen Briefkasten, fand nicht die erwartete Postkarte aus Urlaubanien, sondern einen geluftpolsterten Polkagris aus dem Schwedischen Gränna.

“Solaris-Geschmacksexplosion” wäre noch untertrieben zu sagen. ;)

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“Gut Ding will Langeweile haben” oder “Leben vor Blog”

Posted on September 12th, 2008 by Chlorine.
Categories: Ein Fisch im Netz, Hinweise (sachdienlich, versteht sich!), Uni(formes).

Ein (vorerst) letztes Mal erhielt ich die Nachricht, die Welt vor der Schweiz, den Protonen, dem kontrollierten Urknall, den schwarzen Löchern retten zu müssen.1 Der exakte Zeitpunkt wird aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht. Zuschauer machen mich in meinem engen Superheroine-Kostüm ohnehin nur nervös.

Natürlich könnte ich in den Tagen vor den Tagen noch irgendwelchen halbgewalkten Lotter (weil kreativbetäubt) online stellen, der weder mich noch euch befriedigt, aber diesen Punkt möchte ich - falls unausweichlich - frühestens nach Vollendung meines Zweijährigen erreichen.

Drum bitte ich erneut um euer Verständnis, dass ich nun für ein paar Tage abtauchen muss…2

  1. Das kommt euch bekannt vor? Ihr schlauen Füchse! Die Autorin fährt nicht in Urlaub, sondern verzieht sich hierhin oder auch dorthin. []
  2. All jenen, die nun bereits mit flinken Fingern die Nummer vom BUND wählen, sei gesagt, dass ich nicht diejenige war, die den neuen Haarschaumi-Werbespot ergattert und hier im Tümpel schon mal geübt hat, was das Zeug hält das Gewässer umkippt. Was da verdächtig nach Lake Springfield müffelt aussieht, ist der ehrenwerte *kram*…Lake Stadtpark (der bei der Linde). []

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Aus der Reihe “Was ich am meisten vermissen würde, wäre ich heute exmatrikuliert worden”

Posted on September 4th, 2008 by Chlorine.
Categories: Uni(formes).

Zu vermissen wäre da beispielsweise die neue Studentengeneration des Bachelor-/Mastersystems, mit deren Vertretern ich oft und gern stundenlang vor Dozententüren verbrachte und mich ständig selber fragte, wann ich alt geworden bin.

Vielleicht ab dem Punkt, an dem ich mich darüber echoffierte, dass diese zukünftigen Akademiker anders reden, aussehen und schlichtweg anders sind als wir noch vor einigen Jahren, als wir mit großen Augen und Hoffnungen die quasi-heiligen Hallen der Hochschule ehrfürchtig betraten und nicht im Traum auf die Schnapsidee gekommen wären, uns “ultralässig”1 vor des Dozenten Tür zu lümmeln und mit unserem besneakerten Pferdefuß die “Raufaser weiß” mit dem Unrat der Straße zu besudeln.

  1. Wahrscheinlich disqualifiziert mich der Gebrauch dieses Wortes schon. []

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Ford fahren

Posted on August 1st, 2008 by Chlorine.
Categories: Uni(formes).

Der Eine oder Andere Spammer wird gemerkt haben, dass es hier die letzten Tage nicht sonderlich turbulent zuging. Eine selbstauferlegte Blogpause aufgrund dringend drängelnder Wichtigkeiten.

Ich denke, irgendwo steht im Lexikon unter “Bloggen” geschrieben: “Antrag auf Aufnahme in ‘Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens’ wird momentan geprüft”.

Da ich nun nach getaner Arbeit in der Lage bin, für ein paar Tage ein Päuschen einzulegen und in mich zu gehen, werde ich nicht umhin kommen, bislang brach liegende Aktivitäten anzupacken.

Ich möchte endlich…

  • singen, springen und tanzen.
  • meine Rechnungen bezahlen abheften.
  • wieder Tagebuch (Vorsicht oldschool: Papier!) führen (letzter Eintrag ist vom 14.05.2008).
  • den Kartonstapel, welcher mir inzwischen bis zum Pony geht, abbauen.
  • die aus Zeitmangel nicht gelesenen Zeitungen aus allen Ecken der Wohnung pulen und feierlich zusammen mit dem Elektromüll im Innenhof verbrennen.
  • meinen Wandkalender 2008 (1 Poster) über den Schreibtisch hängen. Frage mich angesichts des heutigen Datums allerdings, ob das noch viel Sinn macht.
  • meinen Desktop aufräumen, der immer nur Platz für ein paar neue Icons offenhält und das auch nur, weil eines dieser vielen Icons der Ordner “Aufgeräumt” ist, in welchen ich dann immer fleißig umschaufele.
  • eine Putzfrau Reinigungsfachangestellte.
  • jemanden engagieren, der diese lästig grässlichen Pfandflaschenrückbringbesorgungen für mich erledigt und dies mit einem ungekünstelten Lächeln tut.
  • Urlaub. Verreisen. Wegfahren. Fortfahren. Egal wohin. Nur raus aus dieser Enge. Mein Rechner bietet mir sogar die Gelegenheit dazu. So ein Schatz. Da ist also diese Anzeige auf dem Bildschirm, die genau um meine Bedürfnisse zu wissen scheint. Freudig erregt bewege ich also den Mauszeiger in Richtung Bedürfnisbefriedigung a.k.a geheimnisvoller roter Knopf. Doch…es passiert rein gar nichts! Noch immer s(chw)itze ich hier an meinen Schreibtisch gefesselt bei 28, 6°C Raumtemperatur. Muss ein Softwarefehler sein…

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Wo sind die Gehirnschnecken, wenn man sie mal braucht!?

Posted on Juli 9th, 2008 by Chlorine.
Categories: Finderlohn, Uni(formes).

Studenten halten ihren Körper gesund und sauber. Halt, nein, das waren Pioniere. Und die Zeiten liegen ja nun auch schon eine Weile zurück. Dann noch mal auf Anfang.

Studenten arbeiten stets hart und am Limit…ihrer Möglichkeiten.

So oder ähnlich.

Ich selbst versuchte heute inmitten sozialer Kontaktpersonen Kraft zu schöpfen. Kraft für das, was da kommen wird. Wo geht das besser als in der Mensa!? Dumm nur, wenn man dort erst 10 Minuten vor Essens-Torschluss aufschlägt und man sich doch nur wieder mit Grünzeug gesund isst abhetzt.

Wenn man sich dann ratsuchend an einen Ex-Kommilitonen wendet und fragt, wie “es” war und als Antwort ein “Poah, *Prüfung in Fach YX* war DIE HÖLLE!!” erhält und im Anschluss noch so aufbauende Worte wie “vernichten” fallen…dann, ja dann braucht man entweder eine Zigarette (die für mich ausfällt), einen harten Tropfen (der für mich ausfällt) oder aber eine Kopfmassage mit einem solchen -wie Alientechnologie anmutenden- “Kopfmassagequirl”:

Ich sage euch, das Gerät schlägt die achso spaßige Pseudo-Spiegelei-auf-Kopf-Methode eurer längst vergangenen Jugend um Längen!

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