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Posted on Mai 25th, 2010 by Chlorine.
Categories: Leben und sterben lassen, Lesen!.
Wie schön, dass es einen Tag im Jahr gibt, an dem man nicht erst mittels hochmathematischer Formeln berechnen muss, welches Kleidungsstück man anziehen soll.
In diesem Sinne: besinnlichen Handtuch-Tag!
Posted on Juli 17th, 2009 by Chlorine.
Categories: Lesen!.
“MEIN LEBEN HEISST JETZT GEHEN, MEIN BLEIBEN TOD”
Zunächst sei erwähnt, dass ich zuerst die Verfilmung des Buches gesehen habe1 und daraufhin Lust bekam, den Roman zu lesen.
Der Film (viel Drama, wenig Horror) begeisterte auf ganzer Linie und hinterließ nach dem Abspann ein nachdenkliches Schweigen in rotweingeschwängerter Heimkinoluft. So rund “So Finster die Nacht” auch ist, so viele Fragen bleiben dennoch. Wissenslücken, die der Roman vielerorts zu klären vermag, um dann erneut weitere Fragen aufzuwerfen.

Im Zentrum der Erzählung stehen zwei Kinder von 12 Jahren (eines von ihnen schon ein klein wenig länger…), die unterschiedlicher nicht sein könnten:
Oskar lebt allein mit seiner berufstätigen Mutter in einer tristen Plattenbausiedlung eines Stockholmer Vorortes, is(s)t häufig allein und ein wenig übergewichtig. Sein Vater, ein Quartalstrinker, kann ihm keine Vaterfigur sein. In der Schule wird er von Mitschülern gequält und gedemütigt; ein “Pinkelball” ist sein ständiger Begleiter.
Eli bezieht bei Nacht mit dem älteren Håkan die Nachbarwohnung, verlässt nur nach Anbruch der Dämmerung das Haus und scheint viele Geheimnisse zu haben. Sie spührt keine Kälte, ihr Haar ist eigenartig verklebt, die Kleidung schmutzig und sie riecht nach Verwesung.
Beide lernen einander kennen und stellen fest, dass sie trotz aller Unterschiedlichkeit eines verbindet: Das Töten. Hier stehen sich gewalttätige Rachefantasien Oskars und reale, vom Überlebenstrieb gesteuerte Tötungen durch Eli gegenüber. Während beide zunächst das Leben des jeweils Anderen beneiden, entwickelt sich da, wo zuvor nicht einmal Freundschaft Platz haben durfte, sogar so etwas wie Liebe zwischen ihnen.
Im Verlauf der Geschichte, die aus den ständig wechselnden Perspektiven einiger Einwohner des Vorortes erzählt wird, werden menschliche Abgründe zu Tage befördert. Hörigkeit, Einsamkeit, Sucht, Pädophilie, Missbrauch, Rache, Angst und Gewalt. Aber auch Sehnsucht nach einem Leben (und Lieben) fernab der allgegenwärtigen, krank machenden Vorstadt-Tristesse im Schweden der frühen 80er Jahre.
Was im Film Platz findet, ist nur ein kleiner Teil dessen, was im Buch behandelt wird. Meine Vermutung ist die, dass sich das künftige US-Remake “Let Me In” (das ohnehin fragwürdig ist) ganz Hollywood-konform eher der brutalen Seite der Geschichte annehmen und dies bildgewaltig umsetzen wird. Die eher langsam sowie leise erzählte Version von Tomas Alfredson funktioniert fernab moderner Vampir-Klischees und hinterlässt dennoch oder gerade aus diesem Grund deutliche Spuren im Schnee.
Posted on Mai 17th, 2008 by Chlorine.
Categories: Finderlohn, Lesen!.
Ja, auch ich verlasse hin und wieder (eher wider) den Platz vor meiner Höllenmaschine, um außerhalb meiner 21 Wände frische Luft an meine geschundenen Lungenflügel zu lassen.
Ab und an führt mich mein Weg über Stock und Stein zum Konsumtempel Nr. 1 der Stadt, genauer gesagt in einen seiner Buchläden.
Und während ich das letzte Mal so herumstromerte, meine Blicke schweifen ließ, bremsten selbige plötzlich abrubt ab und zoomten inmitten zig Harry Potheads und “Meine ersten Schritte”-Mappen auf folgendes Kinder- und Jugendbuch:

Ich denke, der Titel “Ritt zu dritt” muss von mir nicht weiter kommentiert werden.
Stark zurücknehmen musste ich mich jedoch, beim beigefügten Klein-Mädchen-Abziehbildchen in Schmetterlingsform keine langen Finger zu machen. ![]()
Posted on Februar 9th, 2008 by Chlorine.
Categories: Finderlohn, Ich! Klage! An!, Lesen!.
Ein Besuch in der Heimat fördert manchmal Gruseliges zu Tage:
Bisweilen auch Geister aus der Vergangenheit.
Da finden sich noch Unmengen an alten Büchern im Schrank, die ich teilweise heute nochmals lesen wollen würde.
Rein farblich stach mir eines besonders ins Auge:

“Barbie und der Maskenball”…mein Gott, der darauf folgende Flashback hatte sich gewaschen, das kann ich euch sagen!
Noch flashback-geplättet blätterte ich in dem guten Stück.
Was da meine empfindsame Netzhaut berührte, war harter Tobak…
Ein paar Einblicke gefällig?
Zunächst ist da also eine Beschreibung der handelnden Personen:
Barbie “ist nicht nur wunderschön, sondern auch richtig nett. Sie weiß, was sie will, ist freundlich, hilfsbereit und stets gut gelaunt. Jeder mag sie deshalb gern. Sie hat eine traumhafte Figur und liebt schicke Kleider über alles. Am liebsten in Pink, ihrer Lieblingsfarbe. Ihr langes, blondes Haar lässt sich zu herrlichen Frisuren kämmen. Barbie lebt zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Skipper im zauberhaft eingerichteten Stadthaus. Den Sommer verbringen die beiden aber auch gern in ihrem Landhaus”.
Ken “ist Barbies liebster und allerbester Freund [...] ein großer, gutaussehender Mann mit einer sportlichen Figur. Wo Barbie und Ken auch auftauchen, folgen bewundernde Blicke dem schönen Paar”…
Skipper “ist Barbies jüngere Schwester und nicht weniger schön. Auch sie mag hübsche Kleider und bummelt gern mit Barbie durch die Boutiquen”…
Dann gibt es da diese Szene, wo der flotte Dreier Zweier am reich gedeckten Frühstückstisch sitzt und es heißt: “Zur Vorsicht hat Barbie ein paar Eier und einige Streifen [gebackenen] Schinken mehr genommen. Es kann sein, daß Ken vorbeikommt, bevor er ins Fitness-Studio geht.”
So weit, so traumhaft. Gerede über Kostüme und venezianischen Maskenball…blah…
Im Folgenden steht Ken vom Tisch auf und sagt: “Danke für das exzellente Frühstück. Aber jetzt muss ich mir die Kalorien wieder abstrampeln.”
Und gleich darauf der (tiefes Kramen im Deutsch-LK) auktoriale Erzähler: “Natürlich meint er das nicht ernst. Ken ist groß, schlank und hat nicht ein Gramm Fett am Körper. Dafür aber gut ausgebildete Muskeln, denn er ist sehr sportlich.”
Und spätestens jetzt hatte ich genug von diesem Schund. ![]()
Was ist das??
“Magazin für die stylische, aber dennoch häusliche Karrierefrau von heute” meets “Metro-Mens Health”??
Ich habe nicht vor, mich mit Mattel anzulegen.
Gegenteiltag versus Tri-Billion-Dollar-Konzern…das geht nicht gut.
Genügend nachlesbare Kritik am durch das Spielzeug vermittelten Frauenbild gibt es ohnehin.
Dass aber auch der liebe Ken bereits 1989 unter starkem gesellschaftlichem Druck sein äußeres Erscheinungsbild betreffend stand, war mir neu.
Bloß gut, dass ich durch meine Kleinmädchenzeit mit Barbie gelernt habe, welche Werte im Leben wirklich von Bedeutung sind…![]()
Dann vielleicht lieber die arabische Alternative Fulla in der Gebets-Version mit Teppich und all dem Schnickschnack??
Posted on Januar 23rd, 2008 by Chlorine.
Categories: Lach-&Sachgeschichten, Leben und sterben lassen, Lesen!, Stadt Land Fluss.

Posted on September 6th, 2007 by Chlorine.
Categories: Lesen!.
Dienstag war in der Volksstimme zu lesen:

Da musste ich in mich hinein grinsen. ![]()