Da Da Da

Posted on März 26th, 2010 by Chlorine.
Categories: Ich! Klage! An!.

  • Da ruft man einmal im Leben die Polizei und deutet an, dass ein zügiges Kommen angebracht wäre.
  • Da steht man sich eine gute halbe Stunde die Beine in den nervösen Bauch.
  • Da frohlockt man, als endlich die blaue Großraum-Minna um die Ecke gebogen kommt.
  • Da ringt man - ob der Arschruhe Behäbigkeit der Beamten - schon mal um Fassung.
  • Da wird nochmal beherzt von der Fettbemme Vitalstulle abgebissen, bevor man das Auto verlässt.
  • Da tragen beide so etwas wie Schutzwesten, die sich dann bei näherer Betrachtung doch als Speck mehrerer Winter entpuppen.
  • Da wird der längst verlassene Tatort gemächlich begangen und sich erst einmal eine Zigarette angesteckt, denn das wirkt cool und gelassen.
  • Da wird einem nicht richtig zugehört und wiederholt Fragen gestellt, die bereits beantwortet wurden.
  • Da ist die einzige Frage, die mir bleibt, die, ob diese Herrschaften nicht lieber die Post austragen sollten.
  • Da kommt schon mal ganz leise der Gedanke auf, die Augen das nächste Mal geschlossen zu halten.

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Rutschgefahr!

Posted on Dezember 31st, 2009 by Chlorine.
Categories: Feiern oder gefeuert werden, Ich! Klage! An!.

Dieser Tage hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, ein Seniorenheim in der Bundeshauptstadt besuchen zu dürfen. Weihnachten lag bereits in der Vergangenheit und die Insassen Bewohner hatten sich über einen bunt bestückten Geschenkbeutel der Heimleitung gefreut oder auch nicht.

Meine Favoriten waren der keck posierende Posaunenengel aus Porzellan und das Körperöl aus der Sprühflasche, welche folgenden Warnhinweis auf der Rückseite bereit hielt:

Ich verstehe… so wird der gegenwärtigen und zukünftigen Rentnerschwemme ein Knüppel zwischen die Rollatormechanik geschossen.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen gesegneten Übergang ins neue Jahr!

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Saftladen!

Posted on Dezember 19th, 2009 by Chlorine.
Categories: Ich! Klage! An!.

Wir kennen das: Einen Joghurt kaufen, Jieper verspüren, den Deckel öffnen und ein fluffig grünes Feuchtbiotop vorfinden. Dasselbe mit Tortenboden, Käse etc.. Dies geschieht jedoch so selten, dass es nicht weiter ins Gewicht fällt und wegen ein paar Cent rennt doch keiner von uns mit dem Corpus Delicti zurück zum Supermarkt, oder?

Unten stehenden Saft habe ich gestern käuflich erstanden, war daheim verwundert über den ungewöhnlichen Bodensatz und fand die Erklärung beim Haltbarkeitsdatum, das - wie ihr seht - anderthalb Monate zurückliegt. Da ich die Flasche nicht geöffnet und den Kassenzettel noch im Geldbeutel hatte, brachte ich den Liter Brühe zurück zum Händler. Die zuständige Saftschupsefachverkäuferin bot mir Ersatz an, ich zweifelte (wohl Schlimmes ahnend), was sich am Regal bestätigen sollte. Zwei meiner Sorte waren noch übrig.

Haltbarkeit:
Nr. 1: 07.12.2009
Nr. 2: 06.12.2008 (!)

Letzter Flasche sah man ihr Alter auch deutlich an. Drinnen waren mir unbekannte Organismen bereits mit der Entwicklung des Buchdrucks beschäftigt. Eigenartigerweise noch vor der des Rads…

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Technische Fusion oder “Haste ma ‘ne Mark?”

Posted on November 6th, 2009 by Chlorine.
Categories: Ich! Klage! An!, Ärgerrr! Wut! Spei!.

Kurz zur Situation: Meine Bank steht kurz vor der Fusion mit anderen ihres Geschlechts. Der technische Zusammenschluss hat für uns Kunden selbstverständlich UNHEIMLICH viele Vorteile, von denen mir NICHT EINER einleuchtet. Eigentlich nur Rennerei wegen neuer Kontodaten und erhöhte Hirnleistung aufgrund neuer Pin. Gestern wurde ich also darüber informiert und in 2 Wochen ist die neue Karte (die mir erst noch zugesandt wird) in Betrieb zu nehmen.

Da staunte ich heute in der Bank nicht schlecht, als mir Kontoauszugsdrucker und Geldautomat unsanft mitteilten, meine alte Karte sei ungültig. Unnötig zu erwähnen, dass an einem Freitagabend die Hotline nicht mehr erreichbar ist…

EDIT: Inzwischen (4 Tage später) durfte ich (nach mehreren Telefonaten) erfahren, dass man meinen Magnetstreifen verantwortlich macht. Das, obwohl ich in 10 Jahren nie derartige Probleme hatte und schon seit geraumer Zeit nicht mehr mit Karte einkaufe. Auch bin ich der Meinung, dass in einem solchen Fall von einem Defekt gesprochen werden müsste und nicht von der Ungültigkeit der Karte. Aber natürlich ist der Kunde verantwortlich zu machen, das verstehe ich schon. Eine Ersatzkarte könne man mir aus Zeitgründen nicht zukommen lassen, ich müsse nun einfach ausharren (Hausbankstandort ungleich Wohnort) bis die Fusion am 21.11. abgeschlossen und die neue Karte in Betrieb zu nehmen ist. Ich denke momentan immer lauter über einen Wechsel nach…

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ABC-Schützen und kein Datenschützer weit und breit

Posted on August 31st, 2009 by Chlorine.
Categories: Ich! Klage! An!, Politisch korrekt?.

Werte Volksstimme,

in Deiner Ausgabe vom Freitag, den 28. August 2009, hast du auf fünf Seiten sämtliche ABC-Schützen der Stadt Magdeburg abgelichtet.
Auf 43 Klassenfotos bestaune ich hunderte Erstklässler, die wissbegierig hinter ihren Ranzen hervorluken und in den nächsten Jahren hoffentlich viel lernen werden.

Neben jedem Foto stehen der Fotograf und die zum Bild gehörige Bestellnummer. Darf ich also annehmen, dass jeder dahergelaufene Irre im Stande wäre, ein solches Bild zu erwerben?

Im Falle, dass diese Möglichkeit ausgeschlossen ist1, bleiben ja immernoch die 43 Fotos, deren Qualität ich besonders herausstellen möchte. Ebenfalls von Vorteil sind die neben den Bildern befindlichen Namen der Kinder.

Da wir aber Gott sei Dank in einer rosafarbenen Welt leben, deren Bewohner von Regenbögen geboren werden, wird kein armer Irrer je auf die kranke Idee kommen, sich sein Wunschkind wie aus dem Katalog auszusuchen, auf dem Schulweg abzufangen und mit Informationen wie dem Namen des Kindes, der Klassenlehrerin und Klasse aufwarten. Nein, sicher nicht.

Dem entsprechend hebe ich meinen Daumen in Eure Richtung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen aus der Realität

  1. Nachtrag: Gerade stelle ich fest, dass man die Kinder Bilder u.a. im Netz nach Herzenslust “mit einem Klick” bestellen kann. []

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“My Sinking Zero Tolerance”

Posted on Juli 10th, 2009 by Chlorine.
Categories: Ich! Klage! An!.

Sie standen hinter mir an der Kasse und drehten das Berufsbild des (angehenden) Pädagogen durch den Wolf. “Schau sie dir doch an, wie sie auf der Wiese sitzen und Gitarre spielen [brabbel] während wir lernen [blah]!” blökten sie, ihres Zeichens schätzungsweise Ingenieurwissenschaftsstudenten, und waren sich nicht einig, wer nun alles über den frisch eingefetteten Kamm gebürstet werden sollte: Pädagogen, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter… völlig egal, wenn man keine Ahnung, aber eine Meinung hat und glaubt, diese wäre an einer Supermarktkasse von Belang. Ich tastete unauffällig nach dem Reißverschluss meiner Tasche, um zu fühlen, ob ich nach dem letzten Einsatz einen neuen Ziegelstein hinein getan hatte. Das ist wie mit Taschentüchern. Da helfe ich auch gerne mal aus.

Den letzten Stein warf ich vor einer Weile beim Bäcker, wo ich eigentlich immer Spaß habe…

Bäckerin: “Guten Tag! Was solls denn sein?”

Chlorine: “Hallo! Ich hätte gern zwei von diesen vegetarischen Brötchen hier; ein helles und ein dunkles.”

Bäckerin des Jahres: “Mit Schinken oder Salami?”

Und einen Satz, den ich nie wieder aus dem Mund eines Partyholics hören möchte, da ich sonst für nichts außer Gesichtsdisco garantieren kann, ist folgender (bitte hier quietschige Stimme vorstellen):
“Wieso hastn du vorhin nich bei der Polonaise mitgemacht!?”

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